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Die beiden Söhne von Ria und Han sind inzwischen Stammgäste in der Bäckerei. Der Älteste bäckt das Brot und macht die immer noch berühmten Ragout-Brötchen. Der Jüngste hilft bei den Backwaren. "Es gibt uns die Gewissheit, dass sie das Handwerk weiterführen", sagt Ria. "Wir bleiben ein echter Familienbetrieb."
Auch andere Familienmitglieder packen mit an, wenn sie gebraucht werden. Han's Schwester Ina zum Beispiel hilft treu im Laden mit. "Ina! Weißt du, wo dieses Tor war?" ruft Ria, während sie ein altes Schwarz-Weiß-Foto hochhält. "Das habe ich von Meijers Frittieren. Schau - das sind Opa und Oma Van der Kop in der alten Bäckerei. Toll, oder?"
Die Bäckerei Van der Kop ist bei einem breiten Publikum beliebt. "Die Scheldestraat hat sich enorm verändert", erklärt Ria. "Früher kannte man sich untereinander, heute kommen Leute aus allen möglichen Bereichen. Aber eines ist gleich geblieben: die Wertschätzung für Qualität."
Dass ihre Arbeit gesehen wird, zeigt das rosa Buch, das Ria stolz vorzeigt: Patisserie & Dessertseine Publikation, in der die besten Konditoren der Niederlande vorgestellt werden. "Wir sind einfach dabei! Zwischen großen Namen wie Huize van Wely aus Noordwijk."
An den Feiertagen packt die Bäckerei saisonale Köstlichkeiten aus: Orangen-Tommies und Profiteroles zum Königstag, luxuriöse Weihnachtskuchen und natürlich frisch gebackene Oliebollen zu Silvester. "Wir versuchen immer, etwas Besonderes zu machen", sagt Ria. Und das gelingt uns auch immer wieder.